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Trauma

Trauma –
wie Erfahrungen von Kontrollverlust das Leben verändern
Ein Flugzeugabsturz, Krieg, Gewalt, Flucht – Ereignisse, mit denen Traumatisierung in Verbindung gebracht wird. Es sind zweifellos Ereignisse, die Menschen erschüttern. Gewalterfahrung durch Worte sowie Ohnmacht und Ausgeliefertsein in Abhängigkeits-verhältnissen sind viel subtiler.
Das kann überall geschehen. Auch in der Geburtshilfe.
Ist eine Frau traumatisiert, wenn sie eine Fehlgeburt erlebt? Oder wenn ihr Kind krank auf die Welt kommt? Kann ein geplanter Kaiserschnitt einer Traumatisierung vorbeugen?
Was genau führt bei einem Ereignis zum Notstand Überforderung des ganzen Organismus? Lebensereignisse können erschüttern, herausfordern und manchmal auch überfordern. Ob und wie eine Bewältigung gelingen kann wird beeinflusst durch persönliche Ressourcen der Betroffenen, ihrer sozialen Einbindung und den Umständen, in denen die Erschütterung geschieht. Es sind oft die Umstände in der Akutphase der Krise, die für die Entstehung von Traumatisierung mitverantwortlich sind – oder diese abwenden können.
Und schließlich stellt sich die Frage: wie wirken vergangene Ereignisse im alltäglichen Leben? Welche Auswirkungen haben sie? Was geschieht bei einer neuen außerordentlichen Belastung oder großen Veränderung – wie in der Schwangerschaft, beim Gebären, beim Stillen?
Hebammen, Geburtshelferinnen und Geburtshelfer begleiten Frauen und Familien in sensiblen Lebensphasen. In diesem Seminar erforschen wir, wie sie Frauen und Familien in akuten Krisen und im weiteren Verlauf derer Lebensbewältigung sachkundig Orientierung und Schutz bieten und sie in ihrer Eigenmacht stärkend unterstützen können. Die eigene Selbstanbindung und die Fähigkeit, sich selbst beruhigen zu können spielen dabei eine zentrale Rolle.
Ziele:
Die Teilnehmenden
·         verstehen den physiologischen Verlauf einer Krise sowie die akuten und langfristigen
         Auswirkungen
·         kennen und üben sicherheitsspendende Maßnahmen für die Begleitung in
          Akutsituationen
·         reflektieren eigene Methoden der Selbstanbindung und lernen weitere Methoden
          kennen
Inhalte:
·         Physiologischer Krisenverlauf und Erleben von Verlust, Abschied, Trauer, Überleben,
          Kompensation, lebensförderliche Bewältigung
·         Entstehung von Trauma, Auswirkungen auf das weitere Leben
·         Verminderung/Vermeidung von Traumatisierung in der Geburtshilfe
·         Selbstanbindung – die begleitende Fachperson als Anker
Zielgruppe: Hebammen, Ärztinnen, Ärzte (max. 20 Personen)

Anerkannt mit 8,5 FB- Stunden der Kategorie Komplementärmethoden

Termin        Sonntag, 26. Mai 2019, 09.00 – 16.00 Uhr
Dozentin     Franziska Maurer, Hebamme MSc, Therapeutin & Dozentin
                    Autorin des Buches „Fehlgeburt. Die Physiologie kennen, professionell  
                    handeln“ (Elvin Staude-Verlag 2017)

Kosten        125.-€